Ein Verband im Dienst der Philatelie

Briefmarkenfreunde und -freundinnen sammeln nicht nur mit Vorliebe ihre kleinen Objekte, sie tauschen sich auch gern fachlich aus. In Deutschland haben deshalb Briefmarkenvereine seit dem Jahr 1869 Tradition. Es kommt also nicht von ungefähr, dass dem in Bonn ansässigen Bund Deutscher Philatelisten e. V., BDPh, heute rund tausend Ortsvereine und philatelistische Arbeitsgemeinschaften sowie dreizehn Mitgliedsverbände angehören. Auch ist der BDPh der Fédération Internationale de Philatélie, FIP, mit Sitz in Zürich, Schweiz, angeschlossen. Dies ist der Weltverband der nationalen Philatelisten-Verbände.

Der philatelistische Bundesverband

Der BDPh wirkt vielfach im Haus der Philatelie in Bonn. Er vertritt die Interessen aller Philatelisten und Philatelistinnen in Deutschland und fördert die Philatelie und ihre Literatur. In diesem Zusammenhang organisiert er Fachveranstaltungen, unterstützt die Zusammenarbeit mit anderen philatelistischen Verbänden und ist mit eigener Öffentlichkeitsarbeit tätig. Es ist dem BDPh ein Anliegen, seine Mitglieder vor Fälschungen zu schützen. Auch legt er Wert auf Kinder- und Jugendarbeit und hat zum Ziel, Frauen und Familien in die Philatelie miteinzubeziehen. Hinzu kommt, dass er die Arbeit an der Basis ernst nimmt, denn die Ortsvereine und Arbeitsgemeinschaften werden von ihm unterstützt. Der Dachverband bringt die Monatszeitschrift ‚philatelie’ heraus und bemüht sich um die Organisation der Philatelistentage.

Die verbandseigene Stiftung

Ein wichtiger Teil der Arbeit des Bunds Deutscher Philatelisten e. V. ist die Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte, die im selben Haus in Bonn untergebracht ist. Sie wurde 1966 gegründet. Ihre Aufgaben bestehen darin, das Ausstellungswesen, die Fälschungsbekämpfung, Literatur und Forschung, Fachseminare und die Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen.

Die hauseigene Literatur-Datenbank

Das digitale Zeitalter ist auch am BDPh nicht vorbeigegangen. Er unterhält deshalb seit 2005 eine eigene elektronische Literatur-Datenbank, die mit sehr viel Sorgfalt aufgebaut wurde und gepflegt wird. Darunter sind 950 Buchbesprechungen, 42234 Literaturmeldungen sowie 159 Literaturankündigungen von Arbeitsgemeinschaften. Auch finden sich auf der Homepage ein Diskussions- und Briefmarkenforum. In diesem Rahmen stehen auch Spezialisten und Spezialistinnen der Bundesorganisation für Diskussionen zur Verfügung.