Sensationelle Sammlungen von Briefmarken-Raritäten

Eine ‚Blaue Mauritius’ in der Sammlung ist eine Sensation, denn sie gilt als die berühmteste Briefmarke der Welt. Und dann der ‚Schwarze Einser’, die erste deutsche Briefmarke überhaupt, aus dem Königreich Bayern mit Datum vom 1. November 1849 versehen! Schließlich noch der berühmte ‚rote Sachsen-Dreier’ als erste Briefmarke des Königreichs Sachsen vom 1. Juli 1850! Für die deutsche Philatelie sind diese Briefmarken allesamt hochinteressant und sie finden sich in den philatelistischen Sammlungen des Archivs in Bonn, die zur Museumsstiftung Post und Telekommunikation in Berlin gehören.

Eine Geschichte von Verlusten

Die Abteilung Philatelie ist mit mehreren Millionen Exponaten eine der größten Sammlungen, die es in dieser Art auf der Welt gibt. Sie ist auch eine der ältesten, denn sie kann sich auf eine 160-jährige Vergangenheit berufen. Gleichwohl ist ihre Geschichte auch eine von Verlusten. So dezimierten sich die Objekte der Sammlung des Reichspostmuseums in Berlin, der Vorgängerin der heutigen Museumsstiftung, während des Ersten und Zweiten Weltkriegs und kurz danach beträchtlich. Auch musste die Sammlung in dieser Zeit mehrmals umziehen.

Die Arbeit der Museumsstiftung ist heute umfangreich und bezieht weltweit die Briefmarken sämtlicher Länder, die im Weltpostverein organisiert sind, mit ein.

Ein Pokal aus China

Philatelistinnen und Philatelisten versehen ihre Briefmarkensammlungen mit Zubehör. Hilfsmittel wie Briefmarkenalben, Jahresalben, auch Messebelege oder Briefmarkenschachteln gehörten beziehungsweise gehören zum Inventar der Fachleute.

Deshalb zeigt die Museumsstiftung unter ihren Raritäten und guten Stücken auch diese gesammelten Objekte. Sie dokumentiert die Geschichte der Philatelie mit allem, was dazugehört. Dort finden sich von den Briefmarken der ersten Stunde bis zu den neuesten Sondermarken auch alte Alben und Arbeitsmaterialien wie Stempel. Die Museumsstiftung hat auch Gegenstände im Inventar wie eine Glasvase von der PRAGA 1978, der Internationalen Briefmarkenausstellung 1978 in Prag. Selbst die chinesische Post ist mit einem Pokal vertreten. Sie übergab ihn im Jahr 2005 der Deutschen Post für die besten ausländischen Marken.